
Atem- und Entspannungstechniken
Der Atem ist ein direkter Zugang zu unserem Nervensystem – er wirkt wie eine Brücke zwischen Körper und Geist. Über bewusst eingesetzte Atemübungen lässt sich das autonome Nervensystem gezielt regulieren: Ein vertiefter, verlangsamter Atem aktiviert den Parasympathikus, der für Regeneration und innere Balance verantwortlich ist.
Ergänzt durch progressive Muskelentspannung wird gespeicherte Anspannung schrittweise gelöst, was nicht nur das Stressniveau nachhaltig senkt, sondern auch das Immunsystem stärkt und die Schlafqualität verbessert.
Durch meditative Elemente wird die Aufmerksamkeit nach innen gelenkt. So entsteht ein geschärftes Körperbewusstsein, das hilft, innere Signale frühzeitig wahrzunehmen, Muster zu erkennen und achtsamer mit eigenen Ressourcen umzugehen. Regelmäßig angewendet, entwickelt sich daraus eine tiefe Resilienz: der Zugang zu Ruhe, Klarheit und Stabilität – auch in herausfordernden Situationen.
Vor allem in der Arbeit mit dem Körper nimmt der Atem eine bedeutsame Rolle ein.
Er fungiert als "Anker der Gegenwart" - hilft Raum für das Erleben im Moment zu schaffen und unterstützt innere Zustände spürbar zu machen. Jede Veränderung in Emotion, Spannung oder Aufmerksamkeit zeigt sich im Atemrhythmus.
Wenn der Atem bewusst wahrgenommen wird, verlangsamt sich die innere Aktivität, was nicht nur das Nervensystem reguliert sondern auch den Kontakt zum eigenen Körper klarer werden lässt.
So wird der Atem zu einem verlässlichen Anker, der Präsenz fördert und den Zugang zu tieferen Empfindungen öffnet.

